Zu Beginn der 17

Als ich noch Tagebuch geschrieben habe (damit habe ich vor ziemlich genau einem Jahr aufgehört), war es mir immer wichtig festzuhalten, was ich in meinem letzten Lebensjahr erreicht habe und was ich mir für mein neues vornehme. Da ich jetzt seit fast zwei Wochen 17 bin, wird es Zeit, dieses Ritual fortzuführen: Was ich jetzt hier auf dem Blog tun möchte.

Viel Spaß beim Lesen!

In diesem Jahr hat sich einiges verändert. Durch den Beginn der Oberstufe mit dem Kurssystem habe ich viele neue Leute kennengelernt, neue Freunde gefunden und musste mich in Situationen zurechtfinden, die ich davor noch nicht gekannt habe. Auf der anderen Seite, habe ich das Gefühl, besser zu wissen, wer wirklich meine Freunde sind, wer nur ein guter Bekannter ist und um welche Menschen in meinem Leben es sich zu kämpfen lohnt. Soweit ich das aus Gesprächen erfahren habe, ging es da vielen so.

Seit ich sechzehn geworden bin, war ich in New York und Berlin, wohin ich immer schon reisen wollte. Beides sind so lebendige, pochende Städte mit unzähligen interessanten Menschen und Orten. Dort habe ich wieder einmal gespürt, dass ich ein Stadtmensch bin, dem das Gewusel in Innenstädten und U-Bahnhöfen nichts ausmacht, im Gegenteil: Ich fühle mich wohl in der Anonymität und Schnelllebigkeit dort.

Ich habe mir an meinem 16. Geburtstag wie jedes Jahr einige Dinge vorgenommen. Manche davon, hätte ich aus eigener Kraft erreichen können, einige hätte ich gar nicht beeinflussen können. Alles in allem, war ich bei diesen speziellen Zielen, wie Kochen lernen oder einen Sonnenaufgang bewusst anschauen nicht sehr konsequent. Sicherlich auch, weil vieles davon nur im Sommer möglich ist. Aber ich muss sagen, es hat mir auch nichts ausgemacht, weniger als die Hälfte meiner Ziele zu erreichen. Es ging mir gut als Sechzehnjährige. Ich hatte immer coole Leute um mich herum, mit denen ich viel Neues erlebt habe. Ich weiß jetzt, dass ich unheimlich gerne im Club tanzen gehe. Dass mir Konzerte noch viel mehr Spaß bereiten (und ich war auf ganzen fünf Stück). Ich habe angefangen diesen Blog zu schreiben und habe weiterhin an meinem persönlichen Schreibstil gearbeitet: Denn ja, ich schreibe Kurzgeschichten. und seit Kurzem auch Poetry Slams, oder zumindest so etwas in die Richtung. Und zu guter Letzt, lief auch in der Schule alles gut.

Was also nehme ich mir für mein neues Lebensjahr vor, jetzt wo ich 17 bin?
Ich will weitermachen. Ich will wieder so glücklich sein, wie letztes Jahr. Ich will mit coolen Leuten abends am See sitzen und mit meinen Mädels im Club tanzen, auch wenn ich die Musik scheiße finde. Dafür will ich auf Konzerte gehen, wo ich die Musik liebe: das nächste Konzert ist schon in zwei Wochen (Tom Odell) und mit etwas Glück, werden im Herbst weitere folgen. Ich will ein gutes Abitur schreiben, denn das steht in der Zeit um meinen 18. Geburtstag an. Und wenn wir schon von 18 sprechen, ich will mein letztes Jahr vor der Volljährigkeit in vollen Zügen genießen: Dieses Jahr im Sommerurlaub mit meiner Familie, beim Städtetrip mit meiner besten Freundin, den ganzen, hoffentlich nicht verregneten, Sommer über mit Freunden am See und ja, auch während der Schule. Denn so schlimm finde ich die eigentlich gar nicht.

Ich will wieder regelmäßig, mehrmals die Woche Joggen gehen. Schließlich weiß ich von mir, dass mir das eigentlich total viel Spaß macht. Ich will mich öfter gut anziehen, anstatt immer nur Jeans und ein T-Shirt überzuwerfen. Ich will weiter an diesem Blog arbeiten, öfter schreiben und mit mehr Tiefgang. Ich will aus meinen kurzen Texten längere Geschichten machen und meine Sprache verbessern, bis ich stolz darauf bin. Und mit meinen Slam-Texten auch mal bei einem Poetry Slam mitmachen, mich trauen auf der Bühne zu stehen. Ja, ich will immer noch auf Dächern sitzen und einen Sonnenaufgang sehen, genauso wie ich wieder mehr lesen will und ganz viel neue Musik entdecken. Aber ich werde wieder nicht alles davon schaffen. Doch wenn nichts dazwischen kommt, habe ich danach ja noch ein Lebensjahr vor mir. Und danach noch eins.

Ich würde mich freuen, wenn dabei immer mehr Menschen, lesen wie es mir geht.

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